13 Monate – unsere jüngste Katamaran-Pendlerin

Gerade mal ein Jahr alt und schon eine erfahrene Kat-Pendlerin: seit vier Monaten fährt die kleine Sophie täglich mit dem Katamaran von Konstanz nach Friedrichshafen. Natürlich mit dabei: ihre Mama Ann-Katrin.

07.00 Uhr – ab auf den Kat!

Morgens um 7.00 Uhr geht es los: ab auf den Kat! Während der ein oder andere Pendler gerne noch schläft, denkt Sophie keineswegs ans Schlafen. Im Gegenteil. „Sie ist morgens immer total aktiv“, lacht die Mutter. „Um 7 Uhr kann das für andere schon anstrengend sein. Trotzdem sind immer alle sehr nett zu uns.“

Das Bord-Bistro-Personal hat die Kleine längst um den Finger gewickelt, der Kellner begrüßt Sophie persönlich und mit breitem Grinsen. Und auch die Schiffsführer kennen das Pendler-Paar. „Sophie ist das einzige Kind auf dem Morgen-Kat, da fallen wir schon auf“, verrät Ann-Katrin.

Pendeln mit Kind

Eigentlich wollte Ann-Katrin nie mit Kind pendeln. Doch dann bekam sie einfach keinen Krippenplatz in Konstanz. Die Notlösung: ein Platz in der Betriebs-Kita ihres Arbeitgebers in Friedrichshafen. Das Gute: so ist sie immer in direkter Nähe zu ihrer Tochter. „Wäre der lange Weg nicht, wäre alles perfekt.“ Aber gut, dass es den Katamaran gibt. Denn zwei Stunden Autofahren jeden Tag, dass würde Sophie nicht mitmachen. „Sie hasst es, so lange in ihrem Kindersitz zu sitzen. Hier kann sie einfach umherlaufen“, freut sich die Mutter.

Laufen lernen auf dem Kat

Seit Sophie läuft, hält sie ihre Mutter auf Trab. Aber auch für die Kleine ist das Laufen auf dem schwankenden Katamaran eine Herausforderung. Heute schaukelt es besonders, draußen ist es windig. Auch wenn sie immer wieder hinfällt, dreht Sophie weiter ihre Runden um das Führerhäuschen. Das macht sie besonders gerne. „Unser Stammplatz ist die Reihe direkt davor“, verrät Mama Ann-Kathrin. „Da ist mehr Platz und man kann überall hinlaufen.“

Wenn das Laufen zu langweilig wird, gibt es noch die Tasche voll mit Spielsachen. „Wir nehmen nur noch Spielsachen mit, die nicht wegrollen. Den Fehler haben wir am Anfang noch gemacht“, lacht Ann-Katrin. Das ein oder andere Spielzeug ist so schon unter den Kat-Sitzen verschwunden.

Sophie an ihrem „Stammplatz“ – von hier aus kann man besonders gut den Kat erkunden.

Frische Luft gegen Tränen

Sophie reibt sich die Augen und fängt an zu weinen. Schnell packt ihre Mama sie in die warme Jacke und geht mit ihr raus aufs Deck. „Das beruhigt sie immer. Und wir wollen die Pendler auch nicht überstrapazieren.“

Ann-Katrin hofft, dass sie spätestens im September einen Krippenplatz in Konstanz bekommt. So lange werden sie weiter im Doppelpack pendeln. Das hat aber auch einen großen Vorteil: „So haben wir jeden Tag zwei Stunden nur für uns beide.“

 

Luft schnappen auf dem Kat-Deck.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.