Hilfe für Nepal – wie aus Soforthilfe ein Studentenprojekt wurde

In unserer Kundenzeitung haben wir berichtet, dass sich Friedrichshafener Studenten für sauberes Trinkwasser in Nepal einsetzen – ein Projekt, das auch wir als Sponsor unterstützen. Wie es dazu kam und was der Verein NePals noch alles macht, hat mir Gründer Fabien Matthias erzählt.

Alles beginnt mit einem Erdbeben

2015 kam Fabien Matthias das erste Mal nach Nepal, um an einer Schule zu unterrichten. Noch bevor er wieder zurück nach Deutschland ging, passiert es: das schlimme Erdbeben am 25. April 2015. Statt nach Hause zu fliegen, half Fabien, wo er konnte. Er bat um Spenden und bekam sehr viel mehr als erwartet. Es folgten Treffen mit zahlreichen Hilfsorganisationen, das richtige Projekt war aber nicht dabei. So entschied er sich, das Helfen selbst in die Hand zu nehmen, und gründete zusammen mit neun anderen Studenten den Verein NePals e.V.

Von Soforthilfe zum Studentenprojekt

Aus spontaner Soforthilfe wurde so ein langfristiges Studentenprojekt. Die Studenten haben ein Patenprojekt für Schulkinder auf die Beine gestellt und mit anderen Hilfsorganisationen Häuser gebaut. So konnten sie schon 19 Schülern und Studenten eine Ausbildung ermöglichen, eine neue Schule und neun neue Häuser bauen.

2016 kam noch ein IT-Projekt dazu – damit in den Bergkrankenhäusern bei Erdbeben keine Daten mehr verloren gehen und besser gearbeitet werden kann. Seit anderthalb Jahren arbeiten die Studenten auch an ihrem großen Wasserprojekt, damit tausende Menschen wieder Zugang zu sauberen Trinkwasser haben.

„Ne-Pals“ heißt Zusammenarbeit auf Augenhöhe

19 Studenten aus ganz Deutschland arbeiten heute für NePals – 11 von ihnen studieren an der Häfler Zeppelin Universität. Hier trifft sich das Team einmal pro Woche, spricht über die laufenden Projekte und verteilt Aufgaben. Vor Ort hat der Verein durchgehend Praktikanten, damit die Projekte vorankommen. Auch Fabien reist regelmäßig nach Nepal. Sein nepalesischer Gastbruder leitet das Bildungs- und Wasserprojekt. Ohne gute Kontakte gehe hier gar nichts, erzählt mir Fabien. Was sie möchten, geht aber noch darüber hinaus: eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Und die steckt auch schon im Name des Vereins, Ne-Pals: „pal“, das heißt „ein guter Freund oder Kumpel“.

Das Häfler NePals-Team (von links nach rechts): Jakob, Samuel, Marvin, Ella, Tim, Fabien (unten). Justus, Justus, Till, Johannes Nora (oben).

Auch ihr könnt mitmachen!

Ihr habt Lust, Neues zu lernen? Oder Zeit und gute Kontakte zu Menschen in Nepal oder Unternehmen, die das Projekt unterstützen können? Oder einfach nur etwas Geld? Dann könnt auch ihr NePals unterstützen oder dabei mithelfen. 99 Prozent der Spenden fließen dabei direkt in die Projekte. Auch das Stadtwerk hilft dem Verein mit einem Sponsoring.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.