Was Sie jetzt wissen müssen: die 6 wichtigsten Fragen zur Energierechnung – und Tipps zum Energiesparen

Explodierende Strom- und Gaspreise, Ukraine-Krieg, Diskussionen um Gas-Embargo, Steinkohleausstieg, Atomkraft – die Energiemärkte stehen gerade im Fokus. Preise und Versorgungssicherheit sind für viele ein Thema. Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die aktuelle Situation zusammengefasst – und geben konkrete Tipps zum Energiesparen.

Wie wirkt sich die Preisanpassung auf meinen monatlichen Abschlag aus?

Über Abschläge bezahlen Sie Ihre Energierechnung in monatlichen Raten. Wenn nun die Preise deutlich steigen und die Abschläge gleich bleiben, dann drohen am Ende hohe Nachzahlungen von mehreren hundert oder gar tausend Euro. Das stellt eine stärkere Belastung dar als eine monatliche Mehrzahlung. Deswegen passen wir inzwischen vermehrt Abschläge auch unterjährig an.

Soll ich eher kurz- oder langfristige Verträge abschließen?

Langfristig, wenn Sie sich die nächsten ein bis zwei Jahre keine Gedanken über steigende Energiepreise machen wollen. Kurzfristig, wenn Sie darauf spekulieren, dass die Energiepreise bald wieder fallen und Sie dann wieder einen neuen Vertrag abschließen wollen.

Was ist eigentlich derzeit besser – die Grundversorgung oder ein Laufzeit-Tarif?

Grundsätzlich haben Sie die Wahl:

  • Bei der Grundversorgung (BASIS-Tarife) können Sie monatlich kündigen. Auf der anderen Seite haben Sie keine Preisgarantie, d.h. wenn die Börsenpreise weiter steigen, kann es zu Preiserhöhungen kommen.
  • Bei den Produkten mit 12 oder 24 Monaten Laufzeit (ÖKO– und MIX-Tarife) haben Sie eine entsprechende Preisgarantie. Die Öko-Tarife unterscheiden sich in der Herkunft und Zertifizierung des Stroms. Beim Gas gibt es Tarife mit oder ohne Biogas-Beimischung.

Wie entwickeln sich die Preise in den nächsten Monaten?

Das kann niemand seriös vorhersagen. Klar ist: Solange der Krieg andauert, spielen auch die Energiepreise verrückt. Und auch klar ist: Strom-, Gas- und Ölpreis werden nicht mehr das Niveau von 2019 erreichen, sondern auf Dauer höher sein. Wie hoch ist nicht absehbar, ebenso wie das Ausmaß an etwaiger staatlicher Hilfe.

Wie lange ist unsere Gasversorgung noch gesichert?

Selbst im dramatischsten Fall eines Embargos von russischem Gas ist die Gasversorgung für alle bis in den Herbst hinein gesichert. Darüber hinaus sind Privathaushalte besonders geschützt. Das bedeutet, im Falle einer Einschränkung der Gasversorgung blieben sie von Abschaltungen weitreichend verschont.

Wärme Heizung Energiesparen

So kriegen Sie Ihre Energiekosten in den Griff

Energie sparen – schön und gut. Aber wie genau? Wir geben konkrete Tipps.

Wärme sparen

Wärme ist in deutschen Haushalten für 70% des Energieverbrauchs verantwortlich. Hier den Hebel anzusetzen bringt also sehr viel. So spart 1 Grad weniger Raumtemperatur 6% der Energiekosten. Anders gesagt: Raumtemperatur von 23 auf 19 Grad senken spart ein Viertel der Kosten! Bei einem durchschnittlichen Haushalt sind das bei den derzeitigen Gaspreisen über 400 Euro. Also: Kuscheldecke raus, Thermostat runter!

Aber auch zwei bis drei Mal täglich Stoßlüften statt Kippfenstern spart Wärme. Oder auch Rollläden: nachts die Roll- oder Fensterläden schließen hält die Wärme in der Wohnung.

Duschen statt baden: Wer nur 5 Minuten duscht, verbraucht zwei Drittel weniger Energie als bei einer Badewanne.

SWSee-Tipp: Besonders alte Häuser „verlieren“ viel Wärme – über Fenster, Wände, Türen. Wo genau? Das bekommen Sie mit unserem Thermografie-Angebot heraus.

Strom sparen

Surfen, kühlen, waschen, beleuchten: In unserem Energiespar-Blog haben wir viele Tipps zum Stromsparen gesammelt: Hohe Energiepreise – was Sie jetzt tun können

SWSee-Tipp: Alte Geräte sind mitunter richtige Stromfresser. Mit unserem Förderprogramm „weiße Ware“ fällt der Umstieg auf den neuen Kühlschrank & Co leichter.

Sprit sparen

Über ein Viertel des Energieverbrauchs in Deutschland geht auf das Konto unserer Mobilität – insbesondere der PKW. Also: einfach laufen oder Fahrrad fahren statt Auto – spart Sprit, hält fit. Öfter Bus, Bahn und Schiff nutzen. Und wenn es das Auto sein muss: Fahrgemeinschaften bilden. Tipps zum energiesparenden Autofahren gibt’s auch beim ADAC.

SWSee-Tipp: Mit der Grünen Karte des Stadtwerks fahren Sie günstiger Bus, Bahn und Katamaran im Bodenseekreis und in den Landkreisen Ravensburg und Lindau. Außerdem können Sie mit der Karte Ihr eAuto laden, 40% günstiger Parken und viele Vorteile bei Attraktionen rund um den See nutzen.

Strom produzieren

Wer Geld und ein eigenes Dach hat: Strom und Wärme selber produzieren. Die eigene Photovoltaik- oder Solaranlage auf dem Dach macht unabhängig(er) von Energie-Importen. Je nach Eigenverbrauch zahlt sich die Investition nach rund 15 Jahren aus. Die Umwelt jedoch profitiert sofort.

SWSee-Tipp: Mit unserem Energiedach fangen Sie die Sonne noch schneller und einfacher ein.

 

Was tut das Stadtwerk sonst noch für nachhaltige Energie und Unabhängigkeit?

  • Wir investieren in erneuerbare Energien, die uns alle unabhängiger machen von Energie-Importen: wie Windparks in der Region, Nahwärme-Netze mit großen Solaranlagen und Holzhackschnitzel-Heizungen in Überlingen und Friedrichshafen, oder Photovoltaik auf den Dächern unserer eigenen Gebäude und der unserer Kunden.
  • Unsere Stromnetze sind hervorragend in Schuss – mit nur vier Minuten Stromausfall pro Jahr sind unsere Netze dreimal besser als der Bundesschnitt.
  • Wir kaufen Gas langfristig und im Verbund mit anderen Stadtwerken der Region ein – und sichern so Versorgung und Preise.
  • Wir bieten selbst Stadtbus-, Eisenbahn- und Schiffsverkehr an. Und wenns doch das Auto sein muss: unser Carsharing FRIZZ ist einfach und günstig zu nutzen.
  • Wir unterstützen Sie beim Energiesparen: durch Förderprogramme, Energiespar-Sprechstunden und einem online-Stromverbrauchs-Check. Und wir verleihen Strommessgeräte, mit denen Sie den Verbrauch Ihrer elektrischen Geräte checken können.

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Zum Thema Energiesparen gibt es hier einen Talk mit dem Stadtwerk-Experten Sebastian Dix

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