Wer macht eigentlich unsere Laternen an?

Habt ihr euch auch schon mal gefragt, wer eigentlich abends die Straßenlaternen anknipst? Und wer sie dann morgens wieder ausschaltet? Albert Schneider aus unserem Straßenbeleuchtungs-Team hat mir verraten, wie unsere Straßenbeleuchtung funktioniert.

Clevere „Lichtfänger“

Nein, wir drücken nicht auf einen Knopf und die Laternen gehen an. Das übernehmen sogenannte Dämmerungsschalter, erklärt mir der Kollege. In Friedrichshafen haben wir zum Beispiel fünf davon, in Überlingen zwei. Sie sind jeweils über die ganze Stadt verteilt und messen dort die Helligkeit. Wenn drei von fünf (in Überlingen einer von zwei) dieser Lichtfänger melden, es ist dunkel genug, schicken sie ein zentrales Einschaltsignal raus. Das geht dann direkt ins Netz und innerhalb kürzester Zeit gehen alle Straßenlaternen in der jeweiligen Stadt an. In kleineren Gemeinden gibt es zumeist nur einen zentralen Schalter.

Am Morgen geht das Ganze andersherum: Sobald es hell genug ist, geben die Dämmerungsschalter das Ausschaltsignal. Tagsüber haben die Laternen dann Pause.

Licht am helllichten Tag?

Tagsüber haben alle Laternen eine Schaltsperre. Sonst würde eventuell eine dunkle Wolke oder eine Sonnenfinsternis tausende Laternen zum Leuchten bringen.

Sollten unsere Laternen doch mal tagsüber brennen, sind unsere Techniker unterwegs und prüfen, ob einzelne Laternen funktionieren. Dafür müssen sie gleich den ganzen Strang anschalten und gucken, welche sie denn reparieren müssen. Damit niemand im Dunkeln tappt, wenn die Nacht kommt.

Deshalb auch unsere Bitte: Wenn ihr nachts eine kaputte Leuchte seht, meldet euch bei uns. Ganz wichtig: Nicht nur die Straße angeben, schickt uns am besten gleich noch die Nummer, die an jeder Laterne steht.

Kein Licht heißt nicht immer defekt: Halbnachtkleber

In manchen Straßen ist nachts viel weniger los. Dann werden die Leuchten spätnachts ausgeschaltet. Nicht jede Laterne, die nachts nicht brennt, ist also kaputt. Klebt ein sogenannter „Halbnachtkleber“ (er ist rot-weiß-rot) am Laternenpfahl, heißt das, dass die Laterne nur die halbe Nacht brennt. So sparen wir Energie.

Bei unseren neuen LED-Leuchten ist der Aufkleber überflüssig – sie sind sehr viel sparsamer und können deshalb die ganze Nacht hindurch brennen. Deshalb tauschen wir auch seit 2010 immer mehr alte Straßenlaternen gegen moderne LED-Laternen aus. Bis zu 80 Prozent Strom können wir dank der umweltfreundlichen LED-Technik einsparen – und das bei noch besserem Licht.

Stresstest für unsere Laternenmasten

Damit es keine Unfälle gibt, überprüft eine Fachfirma für uns die Standsicherheit der Laternenmasten. Also nicht wundern, wenn ihr mal jemanden beim „Laternenschubsen“ seht. Das ist wahrscheinlich einer der Prüftechniker bei der Arbeit.


Neue Laternen für die „Neue Mitte“ in Fischbach: Unsere Techniker bei der Arbeit.

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