Wie fühlt man sich im Maskottchen-Kostüm?

„Guck mal, da ist Monaaa!“ Erwartungsvolle Kinderaugen schauen hoch zu mir – ähm… zu Mona natürlich. Mein Sichtfeld beschränkt sich darauf, was ich durch die Augenöffnungen der Maskottchen-Maske sehen kann. Mona grinst wie ein Honigkuchenpferd, bei mir sieht das anders aus. Die Haare rutschen mir vors Gesicht, ich kann sie nicht wegmachen. Das geht nur, wenn die Kinder gerade mal nicht hingucken. Schnell eine Tüte Gummibrächen in die Hand gedrückt und weitergehen. Dann stecke ich meine Hand in den Dino-Schlund und streiche die Haare zurück unter den Bauhelm auf meinem Kopf, an dem Monas Riesen-Kopf befestigt ist.

Bloß nicht stolpern!

Weiter geht’s zur nächsten Kindergruppe. Gar nicht so einfach mit den tapsigen Dino-Füßen auf dieser holprigen Wiese. Konzentrieren, bloß nicht stolpern! Gut, dass ich einen Bodyguard an meiner Seite habe, der mich führt. Sonst würde ich am Ende noch über die Kinder stolpern.

Ganz schön heiß…

Bei 30 Grad und Mittagssonne läuft mir der Schweiß über die Stirn. Dabei habe ich doch sogar das luftige Sommerkostüm an. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie man sich in dem alten Kuschelkostüm gefühlt hat, das wir mittlerweile nur noch im Winter tragen. Was mache ich eigentlich hier? Wer kam überhaupt auf die Idee, Mona aufs Frickinger Fußballcamp zu schicken? Okay, ja, ich fand die Idee auch gut. Aber da wusste ich noch nicht, dass ich es bin, die hingeht.

Egal. Weiter geht’s, noch mal Gummibärchen verteilen, winken, mir übers Dino-Fell streicheln lassen. Ein paar Jungs rennen auf mich zu. Ein kleines Mädchen versteckt sich schüchtern hinter den Beinen seiner Mutter, streckt mir dann aber doch seine Hand entgegen – für Gummibärchen. Ihr Lächeln ist ansteckend. Ich freue mich.

Einmal jubeln, bitte!

Dann stellen wir uns alle für ein Gruppenfoto auf. Ab in die Mitte, Mona, und jetzt jubeln. Meine Arme gehen nach oben. Dann ist es geschafft. Raus aus den heißen Klamotten. Plötzlich fühlen sich die 30 Grad angenehm frisch an. Ich bin glücklich und noch wichtiger: die Kinder sind es auch.

Mona beim Fußballcamp in Frickingen (2016)

Ein Blick durch Monas Augen

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