Wie setzt sich eigentlich der Strompreis zusammen?

Sind weniger als 25 Cent für eine Kilowattstunde viel oder wenig? Wie auch immer man das sieht: Viel Spielräume haben Stromanbieter beim Preis nicht. Grob gesprochen besteht der aus drei Teilen:

  • Der Staatsanteil – gesetzlich festgelegt
  • Das Netzentgelt – vom Staat reguliert
  • Der Stromeinkauf – ein Wettbewerbsmarkt

Im Einzelnen:

Der Staatsanteil

Er macht inzwischen über die Hälfte des Strompreises aus. 58 Cent von jedem Strom-Euro gehen an Bund, Land und Kommunen. Das sind die bekannte EEG-Umlage, aber auch weitere Steuern und Abgaben. Dieser Staatsanteil ist für alle Stromversorger gleich und in den vergangenen Jahren immer weiter gewachsen.

Das Netzentgelt

Damit Stromversorger ihre Kunden beliefern können, müssen sie die Leitungen des jeweiligen Netzbetreibers nutzen. Deswegen zahlen sie diesem sogenannte Netzentgelte. Die legt der Staat für jedes einzelne Netzgebiet fest.

Der Stromeinkauf

Der findet häufig an der Strombörse statt. Hier kaufen und verkaufen Anbieter Strom zu Wettbewerbspreisen. Auch wenn die Preise hier mal kurzfristig schwanken können: Um die Kunden sicher versorgen zu können, müssen alle Stromanbieter langfristig einkaufen. Dann gibt’s auch da kaum Spielräume.

Das heißt: Für alle Stromanbieter sind Staatsanteil und Netzentgelte in den jeweiligen Gebieten gleich. Wer also hier dem Kunden große Boni oder extrem niedrige Preise verspricht, muss sich das Geld auf andere Weise wieder holen.

Und wie setzt sich der Strompreis bei uns zusammen? Ganz einfach: Hier findet Ihr unseren „Strompreiskuchen“.

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