Weisse Ware: neu oder Reparatur?

Haushaltsgeräte, unsere täglichen Begleiter – oft über viele Jahre. Aber wann lohnt sich die Neuanschaffung und ist es nicht nachhaltiger, das alte Gerät zu reparieren? Wir haben den Fachmann, Ulrich Thiekötter vom Elektrofachhandel expert aus Überlingen, dazu befragt.   

Herr Thiekötter, jetzt mal gerade raus: Wann lohnt es sich, ein neues Gerät anzuschaffen? Und wann sollte ich lieber reparieren?
Pauschal kann man das nicht sagen, das kommt natürlich immer auf den Schaden und das Alter des Gerätes an. Es gab in den letzten Jahren große Fortschritte bei den Themen Energieeffizienz und Verbrauch – das macht neue Geräte attraktiv. Dennoch sollte man die ersten sieben bis zehn Jahre immer erst prüfen, ob eine Reparatur sinnvoll ist.

Aber wenn ich Reparaturkosten mit der möglichen Stromersparnis vergleiche, ist dann die Neuanschaffung nicht sinnvoller?
Es muss im Verhältnis stehen. Was kostet die Reparatur, wie viele Jahre verlängere ich damit die Lebensdauer und wie groß wäre der Sprung bei der Energieeffizienz? Und der Preis ist dann ja auch nicht ganz unwichtig. Den sollte man auf keinen Fall isoliert betrachten und immer die persönlichen Bedürfnisse in die Überlegungen einbeziehen. Nicht jeder braucht alle Funktionen.   

Angenommen ich möchte mein Gerät erst einmal behalten. Gibt es Tipps, wie man auch hier Energie spart?
Ja, für jedes Gerät gibt es entsprechende Pflegehinweise, die man unbedingt beachten sollte, zum Beispiel eine regelmäßige Entkalkung oder Reinigung. Das spart Energie und natürlich auch Reparaturkosten. Außerdem empfiehlt sich das Eco-Programm: Das dauert zwar meist länger, aber spart Energie.

Und jetzt noch einen Blick in die Zukunft: Gibt es Trends?
Ein großer Trend sind die sogenannten smarten Geräte. Mit Blick auf mein Mobiltelefon sehe ich dann, was sich im Kühlschrank befindet – dafür muss ich nicht mal in der Nähe sein. Oder smarte Waschmaschinen – die kann ich aus der Ferne starten, sodass diese fertig ist, wenn ich nach Hause komme. Toll sind auch automatisierte Dosierprogramme, die abhängig von Menge und Füllstand des Gerätes nur so viel Reinigungsmittel verwenden, wie man wirklich braucht. Ein großes Thema ist natürlich weiterhin die Energieeffizienz. Bosch hat gerade einen Kühlschrank der Effizienzklasse A auf den Markt gebracht. Davon gibt es leider noch wenige. Zahlreiche Geräte sind meist noch bei C oder gar D.

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Weitere Tipps für die Pflege und Reinigung von Haushaltsgeräten gibt es hier

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