Ausgezeichnete Energie

Erneuerbare Energie ist Zukunft – und Gegenwart zugleich. So wie SONNENENERGIE. Photovoltaik gehört zu den Energielieferanten, die jeder für sich nutzen kann und sollte. Dass das Potenzial ausgeschöpft wird, dafür kämpft eine kleine Initiative in Markdorf.

„Wir bestimmen, wie morgen wird“ – so das Motto der Projekte, die vom STADT- WERK AM SEE-Zukunftspreis ausgezeichnet wurden. Der 1. Platz ging an das Markdorfer Sonnenkraft-Netzwerk (MSN) – eine Initiative, die ehrenamtlich den Ausbau von Photovoltaik in Markdorf und Umgebung vorantreibt: msn-pv.de. Wir wollten die Menschen, die so viel Engagement in den Ausbau von erneuerbaren Energien stecken, kennenlernen und haben mit Magdalena Ulmer, Umweltwissenschaftlerin und Gründungsmitglied vom MSN, gesprochen:

 

Herzlichen Glückwunsch, Frau Ulmer – 1. Platz und 2.000 Euro Preisgeld: ein kleiner Lohn für Ihren Einsatz?
Ja, in der Tat tut eine solche Anerkennung gut. Auch wenn wir alle als Idealisten antreten und keinen Lohn für unsere Arbeit wollen, so ist es dennoch schön, wenn unsere Arbeit gesehen und unterstützt wird.

Können Sie uns Ihre „Arbeit“ ein wenig näher beschreiben? Was tut das Markdorfer Sonnenkraft-Netzwerk genau?
Wir sind eine Initiative aus engagierten Bürgerinnen und Bürgern, aus Organisationen wie beispielsweise der Energieagentur und Handwerksbetrieben rund um das Thema PV. Unser Ziel ist, den Photovoltaik-Ausbau in unserer Region voranzutreiben. Im Wesentlichen geschieht dies durch Information und Beratung. Es gibt viele Vorurteile gegenüber Solarenergie, die wir gerne und mit Erfolg ausräumen.

Hört sich nach viel Arbeit an – und Sie machen das alles ehrenamtlich, oder?
(schmunzelt) Es gehört eben eine ordentliche Portion Idealismus dazu. Und ja, wir investieren unsere private Zeit für den Ausbau erneuerbarer Energien und eine bessere Zukunft. Für den Klimaschutz ist es essenziell, erneuerbare Energien zu nutzen, und wir haben in Markdorf noch viel Potenzial.

 

 

Welche Vorurteile begegnen Ihnen denn am häufigsten?
Zu teuer, das Dach ist nicht nach Süden ausgerichtet und damit nicht geeignet, ich schaffe es nicht, das Projekt umzusetzen – diese drei Vorurteile sind unsere größten Gegner. Aber sie stimmen schlichtweg nicht. Das lässt sich im persönlichen Gespräch schnell ausräumen, aber dazu muss es oft erst einmal kommen. Deswegen informieren wir regelmäßig über das Markdorfer Amtsblatt und bieten kostenfreie Sonnenkraftwerke-Touren durch die Stadt am Gehrenberg an. Bei diesen Spaziergängen kommt man mit den Menschen ins Gespräch und besucht bereits installierte Solar-Dächer. Die Besitzer und Besitzerinnen stellen sich dann als Interviewpartner zur Verfügung. Da findet ein toller Austausch statt. So kommen auch Photovoltaik-Laien leicht ins Thema und merken: Photovoltaik ist kein Hexenwerk. Oft werden dann gleich noch angrenzende Themen bearbeitet wie Stromspeicher, Elektromobilität und Wallbox für das künftige Laden eines eMobils.

Gibt es diese Touren auch in diesem Jahr?
Wir haben es fest vor, diese ab Sommer wieder anzubieten. Am besten informiert man sich über unsere Homepage, dort findet man alle Termine. Wir planen in diesem Jahr auch einen umfangreicheren Infoabend in der Stadthalle. Wann und wie das stattfinden wird, werden wir in Abhängigkeit der Corona-Entwicklung sehen. Die Planungen stehen und wir sind voller Tatendrang.

 

Markdorfer Sonnenkraftnetzwerk

  • Initiative seit Februar 2020
  • Schirmherr: Markdorfs Bürgermeister Georg Riedmann
  • rund 30 Partner, Partner-Organisationen sowie ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger
  • Information und Beratung bei Photovoltaik-Projekten

msn-pv.de

 

Energiedach vom Stadtwerke am See:

Ihr Ansprechpartner
Steffen Moosherr
Beratung Photovoltaik
T: 07541 505-564
Steffen.moosherr@stadtwerk-am-see.de

 

Zukunft denken

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