Eisbahn der Zukunft?

Warme Winter, hohe Energiekosten – schwierig, wenn es um Eisflächen geht. Denn damit wir Schlittschuh fahren können, ist viel Energie notwendig. Schluss damit.

Der Veranstalter der Eisbahn, das Stadtmarketing Friedrichshafen, hat für dieses Jahr eine Synthetik-Eisbahn geplant – vorerst nur zum Eisstockschießen. Was dahintersteckt, erklärt uns Thomas Goldschmidt, Geschäftsführer vom Stadtmarketing Friedrichshafen. 

Herr Goldschmidt, eine Synthetik-Eisbahn? Warum?
Wir reden täglich vom Energiesparen und Klimaschutz – da war es nur konsequent, eine Alternative für die Eisbahn zu suchen. Und es gibt sie: Zwei Bahnen à 16 Meter Länge aus Synthetik-Eis werden im kommenden Winter während des Weihnachtsmarktes die Möglichkeit zum Eisstockschießen geben.

Wie viel Prozent Energieeinsparung verspricht sich die Stadt dadurch?
Wir rechnen pro Betriebsmonat mit einer Einsparung von 2,4 Tonnen Kohlendioxid, oder anders: Wir sparen so viel Strom, wie rund 100 Haushalte in der Saison verbrauchen. Hinzu kommen knapp 5.000 Liter Wasser. Und wir sparen nicht nur, sondern geben auch was: Zum Ausgleich der durch Transport und Herstellung entstehenden CO2-Emmissionen pflanzt der Hersteller 48 Bäume.

Gibt es dann keine Stadtmeisterschaften im Eisstockschießen mehr?
Doch, klar! Wir haben sogar eigentlich noch bessere Rahmenbedingungen. Zum einen planen wir eine Überdachung und damit einen Wetterschutz für die Teams. Zum anderen müssen wir uns bei den Spielzeiten nicht mehr mit dem Eislaufbetrieb abstimmen und können früher loslegen. 


Wie wäre es mal mit Eisstockschießen?
Die Eisstockbahn kann nachmittags und abends von Gruppen oder Firmen gebucht werden. Vormittags steht sie exklusiv Schulklassen zur Verfügung – nach vorheriger Anmeldung.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.