Auf digitaler Sparflamme

Vier Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verursacht die Digitaltechnik. Dazu gehören Anwendungen wie Streaming oder Videoanrufe.

Serien streamen, online spielen, sich mit den Liebsten über Videochats austauschen: Wir leben digitaler denn je. Mit fünf einfachen Tipps vermeiden Sie, dass Ihre Stromrechnung dabei in die Höhe schnellt. Außerdem entlasten Sie die Umwelt.

Gezielt auswählen

Nach dem Video ist vor dem Video: Viele Streamingdienste und soziale Netzwerke verwenden eine „Autoplay“-Funktion: Endet ein Video, fängt gleich das nächste an und hält die Nutzer bei der Stange. Wer Energie und sich selbst mal eine Aufnahmepause gönnen will, sollte nur Videos schauen, die einen Mehrwert bieten. Also: Autoplay abschalten. Bei YouTube den Regler rechts oben neben dem Video dazu einfach nach links schieben. Bei Facebook und Netflix können Nutzer die Funktion in den Einstellungen abschalten.

HD muss nicht sein

Gestochen scharfe Bilder sind klasse – aber sie fressen Energie: Wer eine Stunde lang Filme oder Serien in High Definition (HD) schaut, verbraucht fast drei Gigabyte Daten. Nutzer sollten darum abwägen, ob sie eine solch hohe Bildqualität wirklich benötigen. Weniger Pixel fallen bei moderneren Geräten kaum auf, sparen Datenvolumen und damit Energie. Wer die Bildqualität drosselt, entlastet neben seiner Internetleitung auch die Umwelt. In Mediatheken, Streamingdiensten und auf Plattformen wie YouTube passen Nutzer die Bildqualität entweder direkt im Video oder in den Einstellungen an.

Altmodisch spart Strom

Text eintippen? Lieber schnell eine Sprachnachricht schicken. Das spart Zeit und ist meist einfacher pusht aber auch den Energieverbrauch. Klimaschonender geht’s mit der guten alten Textnachricht. Auch beim Telefonieren lohnt sich digitaler Minimalismus: Ein reguläres Telefongespräch wendet viel weniger Energie auf als ein Videoanruf. Altmodisch gewinnt außerdem beim Filme- und Serienschauen: Streamingdienste jagen für jeden Nutzer einen eigenen Datenstrom durchs Netz. Analoges Fernsehen schneidet in Sachen Umweltbilanz besser ab.

Such mal grün

Obacht bei der Suchmaschinenwahl! Jede Suchanfrage benötigt 0,0003 Kilowattstunden Strom. Klingt erst mal wenig, aber alle Google-Suchanfragen eines einzelnen Nutzers im Jahr verursachen dabei so viel Kohlendioxid wie eine Reisebusfahrt über 150 Kilometer. Damit unsere Umwelt das verkraftet, muss ein Ausgleich her. „Grüne“ Suchmaschinen wie Ecosia gleichen den CO2-Fußabdruck jeder Suchanfrage aus, indem sie Bäume pflanzen: 80 Prozent der Unternehmenseinnahmen fließen in Aufforstungen.

Einfach mal Abschalten

Mit dem Tablet online shoppen, auf dem Smartphone Nachrichten empfangen und nebenbei eine Serie schauen – oft lassen wir uns von digitalen Angeboten nur so berieseln. Doch dieser Überfluss hat Nachteile: Abgesehen von Umweltbilanz und Stromrechnung können auch Sozialleben und Konzentration darunter leiden. Die Story von Lisa „Weniger Zeit am Handy“ findet ihr auch bei uns. Warum nicht ein Brettspiel spielen – oder das Buch lesen, das seit Monaten unberührt auf dem Nachttisch liegt? Das spart Energie und bringt Abwechslung in die Freizeit. Ihr wollt noch mehr Tipps, wie wäre es mit Elektro-Fasten.

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